Psychosoziale Unterstützung

Gestalteter Asylstuhl.

Die beiden Stellen für die Psychosoziale Unterstützung für Flüchtlinge, Ehrenamtliche und Kirchengemeinden ergänzen die Flüchtlingsdiakonate und die Dienste der kirchlich-diakonischen Flüchtlingsarbeit.

Der Fokus der Arbeit ist die Ermächtigung. Denn die Kernerfahrung traumatischen Erlebens ist die Erfahrung völliger Hilflosigkeit und Ohnmacht, und oft erleben Geflüchtete durch die rechtlichen und gesellschaftlichen Bedingungen des Aufnahmelandes und durch den Sprachverlust eine Fortsetzung ihrer Ohnmachtserfahrung. Die Mitarbeiterinnen setzen sich dafür ein, dass neue Erfahrungen der Selbst- und Gemeinschaftsermächtigung möglich werden.

Psychosoziale Arbeit.

Platz für Ermutigung und Ressourcenorientierung

Sie richten ihre Angebote an den psychischen Basisbedürfnisse der Sicherheit, der Beruhigung, der Selbstwirksamkeit, der menschlichen Verbundenheit und der Hoffnung aus. Sie gehen gesundheitsorientiert vor und versuchen, das Schwere und Unfassbare anzuerkennen und gleichzeitig Ressourcen zu entdecken. Die Arbeitsweise ist weniger an den Krankheitszeichen ausgerichtet als an dem, was die Menschen für sich als konstruktive Bewältigungsstrategien gefunden haben und individuell und gemeinsam entwickeln. Sie arbeiten familienorientiert und systemisch vernetzt, indem sie die Eingebundenheit des Einzelnen in seine sozialen Bezüge berücksichtigen. Außerdem nutzen sie in Gruppenangeboten wie interkulturellen Frauentagen die große Ressource der Gemeinschaft, in der persönliche Ressourcen aktiviert werden und Menschen sich gegenseitig Trost und Ermutigung geben.